Das mit keinem Regen war etwas voreilig, denn kurz nachdem ich ankam, schütte es kurz, ist aber auch schon wieder vorbei…
Eigentlich wollte ich mich heute früh von Manfredi und Phillipo verabschieden, aber sie waren schon um 7 aufgebrochen. Naja dann keuchte ich halt den ersten Pass alleine hoch. Im Tal angekommen machte ich nahe einem kleinen Dorf eine kurze Pause in der Wiese und wer kommt angetrabt? Richtig die beiden, sie hatten privat ein 2. Frühstück zu sich genommen und waren so hinter mir geblieben. Wir beschlossen einen Großteil der Etappe durch nicht eingzeichnete Wege gemeinsam zu laufen, wobei die beiden ein anderes Ziel hatten. Nach der Mittagspause auf einem Plateu verabschiedeten wir uns endgültig und tauschten unsere Adressen aus.
Ich ging alleine den letzten Pass hinauf und kam schließlich nach 9 Stunden im Kloster an. Kurz davor sah ich noch zum ersten Mal eine Art Gemse laufen, die aber nicht richtig erkennen konnte. Gut, dass eben ein Italiener mit seinem Fernglas um die Ecke bog, sodass wir gemeinsam diskutierten, was das denn sei.
Als ich vom duschen rauskam, klopfte es im Regen plötzlich an der Tür und wer stand wieder mal unverhofft da? Manfredi und Phillipo. Sie hatten ihren Weg nicht gefunden und machten deshalb hier Zwischenstation. Wir verbrachten nun noch zu viert (ein weiterer Deutscher ist im Posto Tappa) einen äußerst vergnüglichen, typischen italienischen Abend mit viel Wein, massenhaft Essen und einigen Erzählungen (das english sprechen funktioniert besser, wenn man was getrunken hat).
Wenn Manfredi in gut 1 Woche an seinem Haus nahe Genua ankommen wird, ist das hier ein kleines Ereignis mit lokaler Presse und Fernsehen, mal sehen ob wir in Deutschland auch mal was über ihn hören werden. Seinen typischen Urlaub verbingt er übrigens auf einer Mini-Insel in der Karibik, wo er mit seine Frau nur in einem kleinen Zelt wohnt, Fische fängt und grillt, die Natur genießt und niemanden hört und sieht.
Phillipo ist aber scheinbar auch ein richtiger Naturbursche, er machte schon mehrere Expeditionen, u.a. durch Mexiko…
Morgen geht’s dann zum südlichsten Punkt, bevor ich dann ins Tal absteige und mit dem Zug zurück zum Auto fahre. Damit habe ich die geplane Tour mit ein paar kleinen Abkürzungen geschafft und freu mich auf mein Bett und eine Massage!
Buena notte
Anbei noch ein Bild des heutigen Minizimmers…











