Twitter-Update: 19.08.2009 13:37
Endlich regnets und ich kann mein Regen-Equipment ausprobieren, sonst hätt ich’s umsonst rumgetragen…
Noch 125km, hat sich etwas hingezogen mit kleinen Irrfahrten…
Endlich regnets und ich kann mein Regen-Equipment ausprobieren, sonst hätt ich’s umsonst rumgetragen…
Heute tut mir alles extrem weh und ich merke: ich mag nicht mehr. Noch 500m rauf auf 2600, dann ist Schluss
Bin jetzt in Frankreich und laufe auf Höhenweg italienisch-französische Grenze entlang… Boujour
Die letzten Aufstiege stehen jetzt an. Proviant ist verpackt. Bis später
Das mit keinem Regen war etwas voreilig, denn kurz nachdem ich ankam, schütte es kurz, ist aber auch schon wieder vorbei…
Eigentlich wollte ich mich heute früh von Manfredi und Phillipo verabschieden, aber sie waren schon um 7 aufgebrochen. Naja dann keuchte ich halt den ersten Pass alleine hoch. Im Tal angekommen machte ich nahe einem kleinen Dorf eine kurze Pause in der Wiese und wer kommt angetrabt? Richtig die beiden, sie hatten privat ein 2. Frühstück zu sich genommen und waren so hinter mir geblieben. Wir beschlossen einen Großteil der Etappe durch nicht eingzeichnete Wege gemeinsam zu laufen, wobei die beiden ein anderes Ziel hatten. Nach der Mittagspause auf einem Plateu verabschiedeten wir uns endgültig und tauschten unsere Adressen aus.
Ich ging alleine den letzten Pass hinauf und kam schließlich nach 9 Stunden im Kloster an. Kurz davor sah ich noch zum ersten Mal eine Art Gemse laufen, die aber nicht richtig erkennen konnte. Gut, dass eben ein Italiener mit seinem Fernglas um die Ecke bog, sodass wir gemeinsam diskutierten, was das denn sei.
Als ich vom duschen rauskam, klopfte es im Regen plötzlich an der Tür und wer stand wieder mal unverhofft da? Manfredi und Phillipo. Sie hatten ihren Weg nicht gefunden und machten deshalb hier Zwischenstation. Wir verbrachten nun noch zu viert (ein weiterer Deutscher ist im Posto Tappa) einen äußerst vergnüglichen, typischen italienischen Abend mit viel Wein, massenhaft Essen und einigen Erzählungen (das english sprechen funktioniert besser, wenn man was getrunken hat).
Wenn Manfredi in gut 1 Woche an seinem Haus nahe Genua ankommen wird, ist das hier ein kleines Ereignis mit lokaler Presse und Fernsehen, mal sehen ob wir in Deutschland auch mal was über ihn hören werden. Seinen typischen Urlaub verbingt er übrigens auf einer Mini-Insel in der Karibik, wo er mit seine Frau nur in einem kleinen Zelt wohnt, Fische fängt und grillt, die Natur genießt und niemanden hört und sieht.
Phillipo ist aber scheinbar auch ein richtiger Naturbursche, er machte schon mehrere Expeditionen, u.a. durch Mexiko…
Morgen geht’s dann zum südlichsten Punkt, bevor ich dann ins Tal absteige und mit dem Zug zurück zum Auto fahre. Damit habe ich die geplane Tour mit ein paar kleinen Abkürzungen geschafft und freu mich auf mein Bett und eine Massage!
Buena notte
Anbei noch ein Bild des heutigen Minizimmers…
Nachdem ich mich heut nachm. von Manfredi und Phillipo endgültig verabschiedet habe,stehen sie eben nass vor der Tür;fanden den Weg nicht
Es regnet zum ersten mal leicht. Bin rechtzeitig im Kloster untergekommen…
Wow, Gemse oder ähnliches gerade gesehen. Italiener mit Fernglas kam praktischerweise gerade um die Ecke…
Eben um 16:00 auf dem drittem Pass heute auf 2400m angekommen, nachdem ich heute um 8:00 gestartet bin. Ein Teilstück ging ich mit Phillipo und Manfredi, due ich wieder getroffen habe, anbei ein Bild von denen. Jetzt geht’s nich 1h abwärts ins Kloster…
Aktueller Standort:
Karte auf eigener Seite darstellenÜbrigens: noch immer kein Tropfen Regen…
Eine tolle und große Hütte hier in diesem kleinem Kessel. Leider hat die Vorabreservierung nicht geklappt, da das Telefon hier nicht funktionierte, allerdings wurde ich trotzdem aufgenommen. Ich muss allerdings in eine winzig kleine “Zelle” mit 4 Betten, zusammen mit zwei jungen Franzosen, die ich heute schonmal nach dem Weg gefragt habe.
Das Essen wird aber scheinbar knapp, da mehrere Ankömmlinge nicht reservieren konnten, aber ich bekomme extra ne grosse Pasta gemacht.
(Nachtrag: es gab nicht nur Pasta, sondern 3 Gänge: doppelte Portion Pasta, Omlette mit Salat und eine Nachspeise!)
Nachdem ich heute schon mit einer Abkürzung 2 Etappen gemacht habe, werde ich auch morgen den Ort Strepeis umgehen und über die Pässe di Laroussa, di Sometta und Tesina direkt zum Kloster Saint Anna di Vinadio gehen. Die Reservierung hat hoffentlich geklappt.
Und wer taucht hier gerade um 19:30 wieder auf: Manfred, der 3-Monats-Läufer mit Freund Phillippo, das darf doch nicht war sein… die schleppen auch noch massig Essen mit hoch und kochen sich selbst eine Riesen-Portion Spagetti. Nach kurzer Unterhaltung erfahre ich, dass er mal irgendwo Direktor in der Forschung war und mittlerweile ausgestiegen ist und mit seinen mittlerweile 62 Jahren solche Projekte macht. Das nächste Uni-Projekt ist scheinbar hoffentlich in Marokko. Er zeigt mir auch, dass er nur aus Haut und Knochen besteht und fragt sich selbst, warum er sich denn sowas antut. Seine Messgeräte zeigen für heute knappe 4000 KiloKalorien Verbrauch an, und das nachdem die Uni ihm heute früh noch eine Menge Blut abgenommen hat. Wenn er in 2 Wochen nach Hause kommt, will er erst mal 1 Monat rein gar nichts tun, und damit meint er nur rumsitzen… Mal sehen ob sich unsere Wege morgen wieder treffen, die Etappenplanung scheint ähnlich zu sein.
Leider gibt es hier keinen Funkempfang, sodass der Kurzbericht nachgereicht wird.
Lage der Hütte:

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